Corona Newsletter

Corona trotzen II, 18

Sehr verehrte Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde!

In unserer Straßberger Schöpfungswoche kommt heute der dritte Tag, wie bereits gewohnt mit Bild, Bibelstelle in der Übersetzung Martin Bubers und liturgischem Abendhymnus. Am dritten Tag geht es um die Scheidung von Wasser und Land.

„Gott sprach: Das Wasser unterm Himmel staue sich an einem Ort, und das Trockne lasse sich sehn! Es ward so. Dem Trocknen rief Gott: Erde! und der Stauung der Wasser rief er: Meere! Gott sah, dass es gut ist. Gott sprach: Sprießen lasse die Erde Gespross, Kraut, das Samen samt, Fruchtbaum, der nach seiner Art Frucht macht, darin sein Same ist, auf der Erde! Es ward so. Die Erde trieb Gespross, Kraut, das nach seiner Art Samen samt, Baum, der nach seiner Art Frucht macht, darin sein Same ist. Gott sah, dass es gut ist. Abend ward und Morgen ward: dritter Tag.“ (Gen 1, 9-13)

Die Meditation der frühen Jahrhunderte (der Hymnus stammt wiederum von einem unbekannten Autor des 7./8. Jahrhunderts) hat dann diese Trennung von Wasser und Land zum Anlass genommen, im eigenen Innern über die dort nötigen Trennungen nachzudenken – zwischen Gut und Böse, Sünde und Heil.

 

„Telluris ingens Conditor, / mundi solum qui eruens,
pulsis aquae molestiis, / terram dedisti immobilem,

Ut germen aptum proferens, / fulvis decora floribus,
fecunda fructu sisteret / pastumque gratum redderet:

Mentis perustae vulnera / munda virore gratiae,
ut facta fletu diluat, / motusque pravos atterat,

Iussis tuis obtemperet, / nullis malis approximet,
bonis repleri gaudeat, / et mortis actum nesciat.

Praesta, Pater piissime, / Patrique compar Unice,
cum Spiritu Paraclito / regnans per omne saeculum. Amen.“

 

Im Gotteslob findet sich eine deutsche Übersetzung von Maria Luise Thurmair (GL 469), allerdings ohne die vierte Strophe. Da müssen Sie sich mit meinem Gestopsel zufrieden geben:

„Der Erde Schöpfer und ihr Herr / du hast geschieden Meer und Land;

du hast die Flut zurückgedämmt / und gabst der Erde festen Grund,

dass sie uns sprieße gute Saat / und schön sei durch der Blumen Pracht,

dass sie, von reifen Früchten schwer, / uns Nahrung geb zur rechten Zeit.

Des Herzens Erdreich ist versengt; / im Tau der Gnade schaff es neu.

Es öffne, Herr, sich deinem Wort / und nehm die Saat in Freuden auf.

Was du befiehlst, dem folge es / und treib das Böse weit von sich,

im Guten schenke Freude ihm, / des Todes Stachel halte fern.

Dies schenk uns, Vater, voller Macht, / und du, sein Sohn und Ebenbild,

die ihr in Einheit mit dem Geist / die Schöpfung zur Vollendung führt. Amen.“

Mit diesem besonders schönen, vergrößerten Foto von Herrn Hans Fischer wünsche ich Ihnen, dass Sie auch bei sich die richtigen Trennungen vornehmen können…

Gott segne Sie, und bis morgen,
Ihr
Florian Schuller

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