Corona Newsletter

Corona trotzen II, 164

Corona trotzen II, 164 / Montag, 26. April 2021.

Sehr verehrte Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde!

Heute genau vor 1.900 Jahren, also am 26. April 121, wurde in Rom einer geboren, dessen Gedanken und Reflexionen zeitlos gültig geblieben sind: Marcus Aurelius Antoninus. Mit 40 Jahren wurde er Römischer Kaiser in der Nachfolge großer Vorgänger: Traian (53 – 117), Hadrian (76 – 138) und Antoninus Pius (86 – 161). Es waren die Jahrzehnte der größten Ausdehnung des Römischen Reiches, aber auch bereits schwerer Abwehrkämpfe. Diesem Kaiser Marc Aurel war schon vor einem Jahr ein Newsletter gewidmet; wer nachschauen möchte und die Texte archiviert hat: Corona trotzen 37 vom 28. April 2020. Aber das heutige Jubiläum ist schon etwas Besonderes. Deshalb soll er heute an seinem Geburtstag nochmals aus der Erinnerung geholt werden.

Ich greife aus seinem Tagebuch, einer wahren Schatztruhe von Zitaten, wieder fünf Kerngedanken heraus und lege sie Euch/Ihnen vor.

1.        Wie das Leben gelingen kann

Alles, was du brauchst, ist folgendes: sicheres Urteilsvermögen im gegenwärtigen Augenblick; Einsatz für das Gemeinwohl im gegenwärtigen Augenblick; und ein Gefühl von Dankbarkeit im gegenwärtigen Augenblick für alles, was dir begegnet. (9.6)

2.        Wie man mit Corona umgehen könnte

Auf dieselbe Weise, wie Leute gewöhnlich sagen, der Arzt hätte ihnen besondere Reitübungen, Eisbäder oder Barfußlaufen verschrieben, sollten wir die Natur betrachten, wenn sie uns Krankheit, Behinderung oder das Leiden durch andere Beeinträchtigungen verschreibt. Im Falle des Arztes bedeutet „verschreiben“, dass etwas angeordnet wurde, um jemanden zu heilen. Im Falle der Natur bedeutet das: Was uns auch geschieht, dies ist angeordnet worden, um uns zu helfen, unser Schicksal zu meistern. (5.8)

3.        Warum man nie aufgeben sollte

Leuchtet das Licht einer Lampe und hält sein Schimmer nicht so lang, bis ihr Brennstoff aufgebraucht ist? Warum sollten die Wahrheit und die Gerechtigkeit in dir wie auch deine Selbstbeherrschung nicht so lange leuchten, bis du erloschen bist? (12.15)

4.        Wie wir gelassener über Politik denken und reden sollten

Lass niemanden mehr dein Gejammer über das öffentliche Leben anhören, nicht einmal dich selbst. (8.9)

5.        Wie man auch unter widrigen Umständen Urlaub machen kann

Um sich zurückzuziehen, suchen Menschen nach Orten, auf dem Land, am Meer oder in den Bergen. Wahrscheinlich sehnst auch du dich nach solchen Orten. Dabei ist das vollkommen einfältig, denn du kannst dich jederzeit in dich selbst zurückziehen. Es gibt keinen friedlicheren und sorgloseren Ort als deine eigene Seele, besonders da sie bei näherer Betrachtung ein Ort der inneren Ruhe ist, als nicht weniger als eine innere Ordnung. Diesen Rückzug solltest du möglichst oft anstreben und dich erholen. (4.3.1)

Gott segne Sie. Und bis morgen,
Ihr
Florian Schuller

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