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Corona trotzen II, 179

Corona trotzen II, 179 / Dienstag, 11. Mai 2021.

Sehr verehrte Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde!

Breviario laico, 11 maggio / Il pranzo finale – Der Leichenschmaus

„An meinem Todestag, soll der Prior, wer auch immer das dann sein möge, allen Brüdern sowohl im Speisesaal wie in der Krankenabteilung ein Essen anbieten, wie es an den höchsten Fest- und Feiertagen üblich ist. Also: gutes Brot, Bohnen, köstlichen Wein und möglichst dicke wohlschmeckende Fische. Am gleichen Tag sollen auch Hundert Bettler Brot, Wein und Fleisch erhalten.“ (Peter Venerabilis)

Petrus Venerabilis (den Ehrennamen „Venerabilis“ erhielt er von Kaiser Barbarossa)war der bedeutendste Abt des mächtigen, einflussreichen Klosters Cluny in Frankreich im 12. Jahrhundert. Er lebte von 1093 bis 1156. Kardinal Ravasi fasziniert, wie dieser Mönch seinen eigenen Todestag begangen wissen will, und erläutert deshalb:

„Die wahre Aszese ist, wie schon der ursprüngliche Begriff auf Griechisch heißt, ein ´Übung´, die aber den, der sie übt, nicht niedermacht und erniedrigt, sondern weiterbringt und so großzügige und herzlich gestimmte Persönlichkeiten schafft. Nüchtern und aufs konkrete Leben bezogen, werden dann im Innern des Menschen Friede und Freude zu Gaben, die sich nicht bei jenen finden, die zügellos dem Luxus frönen und am Ende nur noch bitteren Überdruss verspüren. Sie können gar nicht mehr klug und elegant die schönen Dinge des Lebens genießen – wie auch der Alkoholkranke die Qualität eines Weines nicht mehr erspüren kann.“

Gott segne Sie. Und bis morgen,
Ihr
Florian Schuller

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