Corona Newsletter

Corona trotzen II, 180

Corona trotzen II, 180 / Mittwoch, 12. Mai 2021. Sehr verehrte Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! Breviario laico, 12 maggio / Il tesoro – Der Schatz „Kümmere dich um den Schatz, den Gott dir anvertraut hat. Der rinnt dir langsam zwischen den Fingern durch und verschwindet – so lange, bis du gar nicht mehr auf die Frage antworten kannst, wie du mit ihm umgegangen bist.“ (Per Olov Enquist)

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Corona trotzen II, 179

Corona trotzen II, 179 / Dienstag, 11. Mai 2021. Sehr verehrte Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! Breviario laico, 11 maggio / Il pranzo finale – Der Leichenschmaus „An meinem Todestag, soll der Prior, wer auch immer das dann sein möge, allen Brüdern sowohl im Speisesaal wie in der Krankenabteilung ein Essen anbieten, wie es an den höchsten Fest- und Feiertagen üblich ist. Also: gutes Brot, Bohnen, köstlichen Wein und möglichst dicke wohlschmeckende Fische. Am gleichen Tag sollen auch Hundert Bettler Brot, Wein und Fleisch erhalten.“ (Peter Venerabilis)

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Corona trotzen II, 178

Corona trotzen II, 178 / Montag, 10. Mai 2021. Sehr verehrte Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! Vor ein paar Tagen, am 28. April, starb in Florida 91-jährig Michael Collins, der dritte aus der Crew von Apollo 11 – hier auf dem Foto in der Mitte. Links Neil Armstrong, der erste Mensch, der am 21. Juli 1969 den Mond betrat, mit dem inzwischen legendären Ausspruch „Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.“, und rechts der zweite Mann auf dem Mond, Buzz Aldrin.

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Corona trotzen II, 177

Corona trotzen II, 177 / Fünfter Ostersonntag, 9. Mai 20121. Sehr verehrte Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! Beim katholischen Sonntagsgottesdienst wurde heute als Text aus dem Neuen Testament ein Abschnitt aus den sogenannten „Abschiedsreden Jesu“ an seine Jünger vorgelesen (Joh 15, 9-17). Der zentrale Begriff in diesen Versen, mit denen die Jünger ermutigt werden sollen, ist „Freunde“, „Freundschaft“ – sowohl mit Jesus wie untereinander. Das hat mich dazu inspiriert, mit diesem Newsletter an einen alten Text zu Freundschaft zu erinnern. Er stammt vom Barockdichter Simon Dach, 1605 in Memel geboren, 1659 in Königsberg gestorben. Dach ist übrigens auch der Texter des Liedes „Ännchen von Tharau“.

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Corona trotzen II, 176

Corona trotzen II, 176 / Samstag, 8. Mai 2021. Sehr verehrte Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! Nach John Bunyan gestern stellt Kardinal Ravasi für heute einen anderen religiösen Außenseiter vor, diesmal aus dem muslimischen Bereich: Al-Halladsch, 857 im heutigen Iran geboren und 922 in Bagdad enthauptet, nachdem er die ganze Nacht zuvor an einer Art Galgen hängen musste.

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Corona trotzen II, 175

Corona trotzen II, 175 / Freitag, 7. Mai 2021. Sehr verehrte Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! Der „Apfelbutzen“ (so zumindest unser süddeutscher Ausdruck) ist das Zitat überschrieben, das Kardinal Ravasi für den 7. Mai vorlegt. Es stammt von John Bunyan (1628 – 1688), einem englischen Baptistenprediger, der mehr als zwölf Jahre im Gefängnis war, weil er sich nicht der anglikanischen Kirche unterstellen wollte. Sein Hauptwerk hat er zwischen 1678 und 1684 verfasst, „Die Pilgerreise“, eine allegorische Erzählung des Pilgerns der Seele von der irdischen Stadt des Verderbens zur himmlischen der Wahrheit, der Gerechtigkeit und des Friedens.

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Corona trotzen II, 174

Corona trotzen II, 174 / Donnerstag, 6. Mai 2021. Sehr verehrte Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! Zwei Jubiläumsgeburtstage von Dichtern sind es, die sich heute anmelden: am 6. Mai vor 150 Jahren wurde Christian Morgenstern geboren, und vor hundert Jahren Erich Fried. Deshalb von beiden jeweils ein kurzes Gedicht.

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Corona trotzen II, 173

Corona trotzen II, 173 / Mittwoch, 5. Mai 2021. Sehr verehrte Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! Bereits der 5. Mai – es wird Zeit für das erste Maigedicht. Wieder mal Erich Kästner aus „Die 13 Monate“ mit der dazugehörenden Zeichnung Celestino Piattis. Nachdem ich über Kästners Aprilgedicht ziemlich gelästert hatte, heute eines, dessen leichte Melancholie mir wesentlich sympathischer ist. Erich Kästner, Der Mai Im Galarock des heiteren Verschwenders, ein Blumenzepter in der schmalen Hand, fährt nun der Mai, der Mozart des Kalenders, aus seiner Kutsche grüßend, über Land. Es überblüht sich, er braucht nur zu winken. Er winkt! Und rollt durch einen Farbenhain. Blaumeisen flattern ihm voraus und Finken. Und Pfauenaugen flügeln hinterdrein. Die Apfelbäume hinterm Zaun erröten. Die Birken machen einen grünen Knicks. Die Drosseln spielen, auf ganz kleinen Flöten, das Scherzo aus der Symphonie des Glücks. Die Kutsche rollt durch atmende Pastelle. Wir ziehn den Hut. Die Kutsche rollt vorbei. Die Zeit versinkt in einer Fliederwelle. O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai! Melancholie und Freude sind wohl Schwestern. Und aus den Zweigen fällt verblühter Schnee. Mit jedem Pulsschlag wird aus Heute Gestern. Auch Glück kann weh tun. Auch der Mai tut weh. Er nickt uns zu und ruft: „Ich komm ja wieder!“ Aus Himmelblau wird langsam Abendgold. Er grüßt die Hügel, und er winkt dem Flieder. Er lächelt. Lächelt. Und die Kutsche rollt. Gott segne Sie. Und bis morgen, Ihr Florian Schuller

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Corona trotzen II, 172

Corona trotzen II, 172 / Dienstag, 4. Mai 2021. Sehr verehrte Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! Vor genau einem Jahr ging der letzte Newsletter „Corona trotzen 42“ hinaus. Dass es dann der letzte nur der ersten Serie werden würde, und ab 1. November 2020 „Corona trotzen II“ losging, damit hat im Frühjahr 2020 wohl niemand gerechnet. Weil der 4. Mai der liturgische Gedenktag des heiligen Florian ist, den ich sehr verehre, hatte ich ihn vergangenes Jahr gerne als krönenden Abschluss ins Spiel gebracht. Auch heute will ich an ihm nicht vorbeikommen. Allerdings lade ich Sie und Euch ein, diesmal auf Kirche und Stift zu schauen, die – als Begräbnis- und Gedenkort in der Nähe von Linz – seinen Namen tragen.

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Corona trotzen II, 171

Corona trotzen II, 171 / Montag, 3. Mai 2021. Sehr verehrte Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! Heute erinnert Kardinal Ravasi an eine orthodoxe Nonne, Mutter Marija, und zwar mit Zeilen aus deren Tagebuch „Pilgerweg einer Nonne“. 1891 im lettischen Riga geboren, begrüßte sie zunächst die Oktoberrevolution 1917, ging dann nach Paris ins Exil und gehörte dort zu den intellektuellen Zirkeln der Zwischenkriegszeit. Weil sie jüdischen Kindern geholfen hatte, außer Landes zu fliehen, wurde sie verhaftet und im Frauen-KZ Ravensbrück am 31. März 1945 ermordet.

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