Corona Newsletter

Corona trotzen 26

Liebe Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! Ich beginn mit der traurigen Nachricht für die Menschen in Straßberg. Gestern am Freitagnachmittag um 14.00 Uhr haben wir Herrn Konrad Burr beerdigt; seinen 95. Geburtstag am 26. Oktober dieses Jahres hat er nun nicht mehr erlebt. Seit 1949 hat er hier gewohnt und gewirkt, bis 1987 war er der Schulleiter. Vor sieben Jahren hatten wir bereits seine Gattin Marianne begraben, mit der er 59 Jahre verheiratet war. Bleibend wird von ihm der Brunnen auf dem Kirchplatz, den er gestiftet hat, zeugen. Das Foto zeigt Herrn Burr bei dessen Einweihung am 2. Oktober 2013:

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Corona trotzen 25

Sehr verehrte Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! Gestern habe ich Ihnen den gemalten „Sonnengesang“ des Franz von Assisi vorgestellt, einen der Höhepunkte auch der frühen italienischen Sprache. Heute, gleichsam als Pendant dazu, einen Höhepunkt der deutschen Literaturgeschichte, ebenfalls in der bildlichen Umsetzung Erich Schicklings. Ich hatte beim Bild „Theseus“ schon erwähnt, dass Erich Schickling zu jener Generation gehört, für die Friedrich Hölderlin sehr wichtig war, und die aus seinen Gedichten viel Kraft schöpfte.

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Corona trotzen 24

Liebe Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! Ostern feiern, also den Sieg des Lebens über den Tod, hat als Konsequenz eine ganz eigene Sicht der Wirklichkeit. Deren höchste Form ist wohl in dem Text verdichtet, den wir den „Sonnengesang“ des Franz von Assisi nennen. Darin besingt er alle Teile der gesamten Schöpfung als „Brüder“ und „Schwestern“, weil sie wie wir Menschen von jenem Gott getragen und gewollt sind, der bereits im Alten Testament  „ein Freund des Lebens“ ist und sich an Ostern endgültig als solcher erwiesen hat. Darum kreist christlicher Glaube seit jenem Ostern damals in Jerusalem.

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Corona trotzen 23

Liebe Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! Vorab ein Hinweis: Sie sehen unten einen Anhang „Video Zugang zur Beisetzung von Josef Viertl“. Der ist vor allem für jene Straßbergerinnen und Straßberger gedacht, die sich noch an unseren Pfarrer Josef Viertl erinnern können. Wahrscheinlich wird das Öffnen dieses Videos samt einem digitalen Totengedenken nicht auf allen PCs funktionieren, aber bei etlichen hoffentlich doch. Wir werden auf jeden Fall, wenn es wieder möglich ist, ein Requiem für Pfr. Viertl begehen. R.i.P.

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Corona trotzen 22

Liebe Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! Noch einmal „Ostermorgen“, zum Dritten (und Letzten). Bisher, Sie erinnern sich, haben wir erstens die mythische und zweitens die christologische Perspektive eingenommen. Aber es gibt mindestens noch eine dritte Perspektive; ich nenne sie einfach mal die zeitkritische. Und die zeigt sich in der Gegenüberstellung mit einem der berühmtesten Gemälde des gesamten 20. Jahrhunderts:

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Corona trotzen 21

Liebe Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! Einen erfreulichen, aufbauenden Ostermontag Ihnen und Euch. Kommen wir gleich wieder zurück zum Bild „Ostermorgen“, das uns schon gestern beschäftigte. Wir hatten einmal in der Katholischen Akademie Bayern ein spannendes Gespräch mit dem Kunstkenner Bischof Friedhelm Hofmann von Würzburg und dem Maler und Bildhauer Markus Lüpertz.  Weil in dessen Werk immer wieder mythologischen Gestalten der Antike auftauchen, hatte ich den Bischof gefragt, wie er die bleibende Faszination der Antike einschätze. Seine Antwort: „Es ist das Geheimnisvolle, das in diesen Gestalten aufleuchtet. Man wusste in der christlichen Tradition natürlich genau, das sind Götter als Fabelwesen, als Gestalten, die etwas von unserem eigenen Leben widerspiegeln. Man hat sie nicht vergöttlicht oder an die Stelle Gottes gerückt, sondern als eine Quelle des Intellektes, der Ästhetik, des Wissens genommen und später in der beginnenden Neuzeit wieder freigelegt und so einen Neugewinn geschaffen.“

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Corona trotzen 20

Liebe Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! Heute am Ostersonntag zunächst ganz intensiv Ihnen und Euch allen beste Wünsche für ein gesegnetes Osterfest. Wir haben uns in diesen extravaganten Zeiten auf Ostern eingestimmt, vielleicht sogar miteinander geistig-geistlich verbunden Gottesdienst feiern können – und jetzt war sie da, die Nacht der Nächte, jetzt ist er da, der Tag der Tage. Lassen wir uns die Freude an ihm auch nicht nehmen durch die staatlicherseits zugelassene begrenzte Reichweite der klassischen Osterspaziergänge (heute noch bei schönem Wetter). Für Strecken wie den Emmausgang reicht es allemal.

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Corona trotzen 19

Liebe Straßbergerinnen und Straßberger, liebe Freundinnen und Freunde! In der Liturgie der Karwoche gehört der Karsamstag dem Tod: Jesus im Grab. Theologisch geht es um jene Glaubensaussage, mit der sich wahrscheinlich viele sehr schwer tun, bzw. die für unser Glaubensverständnis leider nur wenig Kraft entfaltet. Es ist der Satz aus dem Credo, der bekennt: Jesus ist „hinabgestiegen in das Reich des Todes“. Der Glaubenssatz hat eine doppelte Bedeutung:

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